Warum schrumpelt unsere Haut im Wasser?

Bei dem sommerlichen Wetter kann man eine Abkühlung in einem Freibad oder einem See immer gut gebrauchen. Wenn man einmal im Wasser ist, möchte man am liebsten gar nicht mehr raus. Wenn man lange genug im Wasser bleibt kann man an seinen Händen und Füßen etwas merkwürdiges erkennen. Die Haut an Fingerspitzen und Zehen ist total „schrumpelig“ geworden. Warum ist das eigentlich so?

Zu der gängigen Erklärung gibt es mittlerweile auch weitere wissenschaftliche Untersuchungen zum eigentlichen Zweck der ganzen Sache.

Doch zuerst einmal zu der verbreiteten Erklärung warum unsere Haut bei längerem Kontakt mit Wasser schrumpelt.

An den Fingerspitzen und den Zehen bildet sich bei Menschen eine relativ dicke Schicht von so genannte Hornzellen. Diese Zellen sind abgestorbene Hautzellen, die die oberste Schicht der Haut bilden. Sie sind überall zu finden, jedoch gehäuft an stark strapazierten Hautstellen, wie Fingerspitzen oder eben auch Zehen. In diesen Zellen herrscht ein relativ hoher Salzgehalt. Wenn die Finger nun lange genug unter Wasser sind, nehmen die Hornzellen dieses auf. Doch warum tun sie das?

Die Natur versucht grundsätzlich immer Gleichgewichte zu schaffen. Wenn sich der Finger im Wasser befindet, bildet die Haut eine Grenzschicht. Außen ist viel Wasser, das aber nur wenige Salze enthält. Innen sind die Hornzellen, die einen hohen Salzgehalt aufweisen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten eine Gleichgewicht herzustellen. Entweder das Salz aus den Zellen gelangt nach außen, oder das Wasser gelangt in die Zellen. Da unsere Haut für Salze aber undurchlässig ist, tritt immer der zweite Fall ein.

Die Hornzellen saugen sich also mit Wasser voll, werden dadurch größer und die Haut dehnt sich aus. Da der Finger aber natürlich nicht mitwächst entsteht eine Wellenartige HautstrukturRunzelhaut.

Warum passiert das Ganze dann nicht sofort, sobald wir die Hand ins Wasser tauchen?

Hier kommt ein Schutzmechanismus der Haut ins Spiel. Die Fettschicht. Die Haut produziert überall eine dünne Fettschicht, die sie vor äußeren Einflüssen schützt. Wenn man die Hand nun lange genug im Wasser lässt, löst sich auch diese Fettschicht auf. Sobald das der Fall ist, fängt die Haut an das Wasser aufzunehmen und sie wird schrumpelig.

Wie bereits erwähnt, haben Wissenschaftler nun noch versucht einen höheren Sinn bzw. einen Nutzen dieses Phänomens zu finden. Mit Hilfe von Probanden haben sie herausgefunden, dass wir mit dieser runzeligen Haut besser in der Lage sind nasse Gegenstände mit den Händen zu greifen. Es könnte zusätzlich also auch noch sein, dass der Körper diese wellige Haut gezielt aufbaut, um im nassen Medium Sachen besser hantieren zu können. Hierfür gibt es allerdings noch keine konkreten Untersuchungen, die Forschungen werden aber weiter gehen.

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