Archiv der Kategorie: Bräuche

Warum hat der Februar nur 28 bzw. 29 Tage?

Jetzt ist wieder März und damit der Februar dieses Jahr schon wieder um. Ging ganz schön schnell oder?! Klar der Februar hat ja auch nur 28 Tage und nicht 30 oder 31 wie alle Anderen. Aber warum ist das eigentlich so und warum ausgerechnet der Februar?

Dazu ein kurzer Exkurs zur Entstehung unseres heutigen Kalenders. Dafür muss man weit in der Zeit zurück reisen, denn bereits die alten Ägypter haben mit Hilfe ihrer astronomischen Kenntnisse ein Jahr auf 365 Tage festgelegt. Das ist etwa die Zeit, die die Erde benötigt um einmal die Sonne zu umkreisen. Die Einteilung in Monate basiert ebenfalls auf einem astronomischen Phänomen. Der Mond schafft es nämlich in einem Jahr fast zwölfmal die Erde zum umrunden. Also wurde bereits weit vor Christus das Jahr in zwölf Monate eingeteilt. Wenn man jetzt 365 Tage auf zwölf Monate aufteilen will, sind das etwa 30,5 Tage pro Monat. Also gab man mehr oder weniger abwechselnd den Monaten 30 bzw. 31 Tage. Da insgesamt 7 Monaten 31 Tage zugesprochen wurden, blieben am Schluss für einen Monat nur noch 28 Tage übrig. So weit so gut aber warum hat es hier ausgerechnet den Februar erwischt?

Tatsächlich war es damals so, dass das Jahr nicht wie heute mit dem Januar begann, sondern mit dem März. Zu sehen ist das heute teilweise noch an den Namen der Monate. Die Namen September, Oktober, November und Dezember sind von den römischen Zahlen 7,8,9 und 10 abgeleitet. Startend beim März als erster Monat entspricht das der Reihenfolge der Monate. Der Februar war somit der letzte Monat im Jahr und war damit der Monat, dem schlichtweg die „restlichen Tage“ der Jahres zugesprochen wurden – also nur noch 28. Auch die Kalenderreform von Julius Cäsar, nach der wir uns heute noch richten und die den Januar als ersten Monat festlegte, änderte nichts an dieser Tatsache. Das ist also der Grund, warum der Februar auch heute noch weniger Tage hat als die Anderen.

 

Quellen:

https://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/4116/warum-hat-der-februar-weniger-tage-als-die-anderen-monate/

https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/1020147/warum-hat-der-februar-nur-28-tage

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Woher kommt der Aprilscherz?

Naa, ist dir am Samstag auch die eine oder andere Scherznachricht über den Weg gelaufen? Gerade die Medien erlauben sich am 1. April gerne mal absurde Fehlinformationen. Aber woher kommt der Brauch des Aprilscherzes überhaupt?

Tatsächlich weiß das keiner so genau. Es gibt mehrere Theorien, was der genaue Ursprung dieses Brauches ist. Die am meisten verbreitete geht zurück bis ins Jahr 1564. In diesem Jahr führte der französische König Karl IX eine Kalenderreform ein. Diese Reform beinhaltete, dass der Beginn des Kalenderjahres vom 1. April auf den 1. Januar gelegt wurde, an dem er heute noch ist. Da sich solche Nachrichten zu dieser Zeit noch nicht so schnell verbreiteten wie heute, entstand der Brauch Freunde zu einer Neujahrsparty im April einzuladen und diese mit dieser falschen Einladung „in den April zu schicken“.

Wie gesagt ist das nur eine von vielen Theorien zu dem Ursprung des Aprilscherzes, der heutzutage auf der ganzen Welt als Brauch praktiziert wird.

 

Quelle:

http://www.spektrum.de/quiz/geschichte-woher-kommt-der-aprilscherz/776456

Woher kommt eigentlich Halloween?

Am Montag haben bei vielen wieder abends Kinder geklingelt und nach Süßigkeiten gefragt. Dieser Halloween Brauch ist auch in Deutschland weit verbreitet. Aber was ist eigentlich Halloween und wo kommt es her?

Viele würden jetzt sagen das kommt aus den USA. Das ist allerdings nur bedingt richtig. Die heutigen Bräuche sind zwar aus den USA zu uns getragen worden, das Halloween Fest hat seinen Ursprung allerdings bei den Kelten. Genauer gesagt in Großbritannien und Irland. Für die Kelten, die noch eine andere Zeitrechnung hatten als die Heutige, war der 1. November der Winteranfang. Da man nur zwischen Sommer und Winter unterschied, war der 31. Oktober somit das Ende des Sommers und der Beginn der dunklen Jahreszeit. Es heißt die Kelten sahen den Sommer als Jahreszeit des Lebens und den Winter als die des Todes an. Im Übergang trafen die zwei Zeiten auf einander und man glaubte den verstorbenen an diesem Tag sehr nahe zu sein. Da aber auch der Tod an diesem Tag nicht weit war, entstand das Ritual der gruseligen Verkleidung, um den Tod fern zu halten.

Da viele Iren im Laufe der Zeit in die USA ausgewandert sind, haben sie ihre Bräuchte dort hin mitgenommen. In Amerika wurde die Tradition dann weitergeführt und abgewandelt. Vor allem mit Augenmerk auf den Konsum, der durch ein solches Fest massiv angekurbelt werden konnte.

Das Ritual aus Kürbissen eine gruselige Fratze zu schnitzen stammt allerdings auch noch von den alten Iren. In der Legende von Jack O. nutzte dieser eine ausgehöhlte Rübe um darin eine Kohle länger brennen zu lassen.

Der Name „Halloween“ ist übrigens aus „All Hallows Evening“ entstanden, also der Abend vor Allerheiligen.