Archiv der Kategorie: Mensch

Warum juckt ein Mückenstich?

Der Sommer ist da! Mit ihm kommen leider auch immer die ungeliebten Stechmücken zum Vorschein. Jeder kennt die Entscheidung für die abendliche Grillparty: Kurze, sommerliche Kleidung mit der wahrscheinlichen Folge von einigen Mückenstichen oder lange Klamotten, um den Mücken möglichst wenig Angriffsfläche zu geben. Doch warum jucken Stiche von Mücken eigentlich und was hilft am besten dagegen?

Zuerst einmal zur Ursache des Juckens. Mücken sondern beim Stechen ein speichelähnliches Sekret ab, das die Gerinnung des Blutes verlangsamt. So können sie in aller Ruhe das Blut saugen, das sie im Übrigen für die Produktion von Eiern brauchen und nicht als Nahrung, wie oft angenommen. Das ist auch der Grund, warum nur weibliche Mücken stechen. Der Mückenspeichel wird von unserem Körper als Fremdstoff erkannt und eine automatische Abwehrreaktion tritt in Kraft. An der Stelle des Stiches wird Histamin freigesetzt, dass eine Art allergische Reaktion auslöst. Folge ist eine Rötung der Stelle, verbunden mit einer leichten Schwellung und einem Juckreiz. Die Stärke der Reaktion ist grundsätzlich von der Menge an abgesondertem Speichel abhängig, jeder Mensch reagiert aber unterschiedlich stark auf Stiche.

An der Aussage: „Kratzen macht es nur schlimmer“ ist übrigens etwas dran. Durch kratzen wird das Histamin unter der Haut großflächig verteilt. Dadurch wird wiederum eine weitere Ausschüttung angeregt und die Reaktion des Körpers verstärkt sich. Um das Jucken minimal zu halten sollte die Einstichstelle gekühlt werden. Kälte wirkt lindernd auf Entzündungen und schwächt die Reaktion ab. Das allseits bekannte auftragen von Speichel auf einen Stich hat ebenfalls einen kühlenden Effekt und kann somit das Jucken abschwächen.

 

Quellen:

http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Warum-juckt-ein-Mueckenstich-article3594551.html

http://www.rp-online.de/panorama/wissen/wie-lange-und-warum-jucken-mueckenstiche-ein-dermatologe-erklaert-aid-1.1624817

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Warum werden unsere Haare im Alter grau?

Viele Menschen haben Angst vor grauen Haaren, Andere sehen sie als Zeichen der Weisheit. Vermeiden lassen sich graue Haare im Alter nicht. Aber was passiert mit unseren Haaren, damit sie grau werden.

Für die Farbe unserer Haare ist das so genannte Melanin verantwortlich, ein Farbpigment, das von Pigmentdrüsen an der Haarwurzel gebildet wird und beim Wachstum in die Hornschichten der Haare eingelagert wird. Das Grauwerden der Haare ist eine Folge der Funktionsrückbildung der Pigmentdrüsen. Wird nicht mehr genug Melanin produziert, werden stattdessen kleine Luftbläschen in die Hornschichten der Haare eingelagert. Optisch sehen die Haare dadurch grau bzw. weiß aus. Die Rückbildung kann mehrere Ursachen haben. Ganz natürlich ist eine Rückbildung mit zunehmendem Alter. Die Leistung der Drüsen nimmt mit dem Alter ab. Die Folge sind graue Strähnen bis hin zum völligen Verlust der Haarfarbe. Aber auch andere Faktoren wie Stress, Rauchen oder schwere Erkrankungen können den Verfall der Pigmentdrüsen voranschreiten lassen. Zusätzlich ist das Grauwerden der Haare aber auch genetisch bedingt. Es gibt gesund lebende Menschen, die mit 30 Jahren schon graue Haare bekommen, ebenso gibt es sechzigjährige mit noch völlig natürlicher Haarpracht. Man kann den Prozess somit nur bedingt beeinflussen, eine ausgewogene Ernährung und ein stressarmes Leben können die Haaralterung allerdings verzögern.

Im Übrigen treten graue Haare meistens als ersten im Bereich der Schläfen oder bei Männern im Bart auf. Die Wachstumsrate der Haare ist an diesen Stellen am schnellsten. Die Pigmentdrüsen sind dadurch an diesen Stellen auch am meisten beansprucht.

 

Quellen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/graue-haare.html

http://www.weltderwunder.de/artikel/warum-bekommen-wir-graue-haare

Was macht Alkohol in unserem Körper?

Die Faschingszeit ist vorbei und viele von euch haben in diesen Tagen mit Sicherheit das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich genommen. Ein durchzechter Abend kann viele körperliche Folgen haben, die im Volksmund zusammengefasst als „Kater“ bezeichnet werden. Aber was genau macht der Alkohol eigentlich mit unserem Körper und wie kommt es dadurch zu einem Kater?

Der Genussalkohol, den wir über Getränke zu uns nehmen, ist der so genannte Ethanol-Alkohol (C2H5OH). Die Moleküle des Ethanols haben viele Wirkungen auf unseren Körper. Eine der Hauptwirkungen, die jeder schon erlebt hat ist, dass Ethanol die Ausschüttung des Hormons Vasopressin blockiert. Dieses Hormon sorgt dafür, dass unsere Niere einen Teil des Wassers zurückgewinnt, bevor der Urin ausgeschieden wird. Durch einen Mangel an Vasopressin gibt die Niere alle Flüssigkeit sofort in die Blase ab, was folglich auch zu schnellem und häufigem Harndrang führt. Die Folge ist eine Wassermangel im Körper. Zusätzlich können durch die schnelle Ausscheidung viele Mineralstoffe vom Körper nicht aufgenommen werden, was auch zu Mangelerscheinungen führt.

In der Leber, die ja bekanntlich für den Abbau des Alkohols im Körper verantwortlich ist, wird für diesen Abbau sehr viel Energie benötigt. Die Energie, die der Körper aus Zuckerverbrennung zur Verfügung stellen muss, fehlt nun um die Funktion anderer Organe korrekt aufrecht zu erhalten. Einen ebenfalls sehr hohen Energiebedarf hat das Gehirn. Ist dieses unterversorgt können Kopfschmerzen und Schwindel die Folge sein. Im Gehirn selber hat Ethanol aber auch gravierende Wirkungen. Zum Einen binden Ethanol Moleküle an verschiedenste Rezeptoren im Gehirn, wodurch die Impulsübertragung zwischen Nervenzellen beeinträchtigt wird. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Gehirn reduziert. Zum Anderen führt Alkohol zu einer Freisetzung von Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen. Diese Freisetzung führt zu guter Laune, Redseligkeit und Tatendrang (was ja bei kontrolliertem Konsum durchaus zur Qualität einer Feier beitragen kann, bei Überkonsum aber auch negative Folgen haben kann).

Ein letzter kritischer Punkt des Alkoholkonsums (es gibt unzählige, ich erwähne hier nur ein paar wichtige) sind die Zwischenprodukte, die beim Abbau von Alkohol in der Leber entstehen. Durch einen ersten Schritt wird nämlich aus Ethanol mit Hilfe des Enzyms Alkoholdehydrogenase (ADH) Acetaldehyd produziert. Dieses Molekül ist um ein Vielfaches toxischer als Ethanol. Auch wenn Acetaldehyd im weiteren Abbauprozess zu Wasser und Kohlendioxid zersetzt wird, kann es den Körper durch die hohe Toxizität schädigen.

All diese Vorgänge im Körper tragen dazu bei, dass der Alkohol die bekannte Wirkung auf uns hat. Vor allem die Dehydrierung als Folge der erhöhten Wasserabgabe ist ausschlaggebend für den Kater am nächsten Tag mit all seinen Symptomen. Allerdings kann auch die Qualität des Alkohols einen Einfluss haben. Getränke mit einem hohen „Fuselanteil“, also Produkte wie Methanol- oder Propanolalkohol, die bei unsauberer Destillation mit in die Getränke geraten können, erhöhen das Risiko katerähnlicher Symptome. Grundsätzlich gilt natürlich: Die Menge an aufgenommenen Alkohol ist entscheidend für das Ausmaß der Auswirkungen auf den Körper. Einem genussvollen Konsum alkoholischer Getränke steht daher nichts im Weg.

 

Quellen:

http://www.eyeforspirits.com/2011/11/12/der-tag-danach-wie-entsteht-ein-kater/

http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=12399

Warum müssen manche Menschen niesen wenn sie von der Sonne geblendet werden?

Kennst du das? Man verlässt ein eher schwach beleuchtetes Gebäude und draußen scheint die Sonne. Man ist geblendet und kann die Augen kaum offen halten. Oft kommt zu dem Geblendet sein noch ein plötzlicher Niesanfall. Falls dir das bekannt vorkommt gehörst du zu den etwa 20-25% der Menschen mit dem so genannten ACHOO- Syndrom (Autosomal Dominant Compelling Helio-Ophthalmic Outburst of Sneezing), was so viel bedeutet wie: „Autosomal, dominant vererbter Niesausbruch, der durch eine Reizung der Augen durch die Sonne hervorgerufen wird“. Oft auch bekannt als Photischer Niesreflex.

Aber wie entsteht dieser Niesanfall?

Wie der Name schon sagt, geht man von einer Vererbung des Syndroms aus. Bei betroffenen Menschen liegt der Sehnerv sehr nah am Drillingsnerv, welcher für die Reizübertragung der Nasenschleimheute verantwortlich ist. Wenn nun der Sehnerv durch das Blenden der Sonne stark gereizt wird, können die elektrischen Impulse auf den Drillingsnerv übertragen werden. Unser Gehirn erhält also die Information, dass die Nasenschleimheute gereizt sind. Um eventuelle Fremdkörper aus der Nase zu entfernen, wird ein Niesreflex aktiviert und wir müssen niesen.

Bei diesem Phänomen übrigens im Schnitt 2-3 mal. So lange, bis die Pupillen sich etwas verengt haben und der Sehnerv durch das Blenden nicht mehr so stark gereizt wird.

Warum müssen wir beim Zwiebel schneiden weinen?

Die Zwiebel ist eine der vielseitigsten Gemüsesorten überhaupt. Trotzdem gibt es beim Kochen mit Zwiebeln immer ein Problem: Das Schneiden.

Warum müssen wir beim Zwiebel schneiden immer weinen?

Zwei Inhaltsstoffe der Zwiebel sind letztendlich für die Tränen verantwortlich. In den Zellwänden der Zwiebel befindet sich eine Aminosäure, das so genannte Iso-Alliin. In der Zelle selber befindet sich ein Enzym mit dem Namen Alliinase. Normalerweise kommen diese beiden Stoffe nicht in Kontakt mit einander. Wenn die Zellen allerdings zerstört werden, was z.B. beim Schneiden der Zwiebel der Fall ist, treten die beiden Substanzen in Kontakt und die Alliinase spaltet das Iso- Alliin in kleinere Teile. Es entsteht ein schwefelhaltiges Reizgas, das bei Kontakt mit Wasser sehr geringe Mengen an Schwefelsäure bildet. Das Wasser liefert in unserem Fall die Tränenflüssigkeit, die unsere Augen immer bedeckt. Unsere sehr empfindlichen Augen reagieren gereizt auf die Säure und als Abwehrreaktion wird mehr Tränenflüssigkeit produziert, um die Säure aus dem Auge raus zu spülen. Der Effekt: wir weinen.

Das klingt jetzt alles nicht sehr gesund, ist aber auch bei einer größeren Anzahl an geschnittenen Zwiebeln völlig harmlos und ungefährlich.

Die Natur hat sich aber dabei natürlich auch etwas gedacht: Das Reizgas soll potenzielle „Fressfeinde“ der Zwiebel, wie Wühlmäuse oder Ratten fern halten.

Gegen das Weinen hilft übrigens tatsächlich nur die Zwiebel möglichst weit von den Augen entfernt zu schneiden und sich vor allem nicht darüber zu beugen, da das Gas nach oben steigt.

Also lasst euch beim Kochen nicht aufhalten. Zwiebeln sind gesund und lecker 😉

Wie hält uns Kaffee wach? – Das Phänomen Koffein

Neben der Funktion als Genussmittel gelten Kaffee, Cola und Energydrinks vor allem auch als „Wachmacher“. Ein Kaffee am Morgen oder die Cola am Abend sollen oft müdigkeitshemmend wirken.

Doch wie funktioniert das eigentlich? Wie kann der Kaffe mich wach machen?

Allseits bekannt ist, dass das in Kaffe und Cola enthaltene Koffein für diesen Effekt verantwortlich ist. Aber was macht das Koffein mit uns damit wir wach bleiben?

Die Nervenzellen im Körper produzieren bei ihren Aktivitäten den Botenstoff Adenosin. Dieses Adenosin kann dann wiederum an entsprechenden Rezeptoren andocken und warnt somit den Körper vor einer Überlastung der Zellen. Je mehr die Zelle nämlich arbeitet, desto mehr Adenosin wird produziert und desto mehr Rezeptoren werden damit besetzt. Sind zu viele Rezeptoren besetzt wird die Zellaktivität heruntergefahren und wir werden müde oder erschöpft. Der Körper gibt uns also ein Zeichen sich auszuruhen oder zu schlafen.

Das Molekül Koffein hat eine ähnliche Struktur wie das Adenosin und kann somit an die gleichen Rezeptoren andocken. Der Rezeptor ist dann zwar besetzt, das Adenosin typische Signal wird dem Gehirn aber nicht weiter gegeben.

Die Folge ist, dass durch die Besetzung der Rezeptoren durch Koffein, das Adenosin nicht mehr erkannt wird und die Zelle weiter mit gleichbleibender Aktivität arbeitet. Für uns bedeutet das, dass wir nicht müde werden, so wie der Körper es eigentlich vorgesehen hat.

Eine Tasse Kaffee oder ein Glas Cola verzögern also nur den Zeitpunkt der Erschöpfung oder der Müdigkeit. Beim Nachlassen des Koffeinspiegels tritt diese Müdigkeit dann allerdings heftiger ein, da die Zellen ja durchgehen weiter aktiv waren. Natürlich kann man die Erschöpfung nicht unendlich hinaus zögern. Ab einem gewissen Punkt überwiegt der Energiemangel des Körpers und man wird trotzdem müde.

Warum werden wir von der Sonne braun?

Der Sommer ist zwar leider vorbei, doch der ein oder andere hat vielleicht noch eine gewisse „Restbräune“. Und auch bei einem möglicherweise bald schon anstehenden Skiurlaub kann man sich bei schönem Wetter durchaus etwas Bräune abholen.

Doch warum werden wir eigentlich braun, wenn wir für längere Zeit in der Sonne sind?

Verantwortlich ist dafür die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV- Strahlung). Das Licht, das von der Sonne auf die Erde fällt, enthält neben dem für uns sichtbaren Bereich der Farben auch noch UV- Strahlung und Infrarot Strahlung. Beide Bereiche sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Infrarotstrahlung wird auch Wärmestrahlung genannt. Diese Strahlung können wir zwar nicht direkt sehen, aber sehr wohl spüren. Sie ist für die wärmende Wirkung der Sonnenstrahlen verantwortlich.

Die UV- Strahlung spüren wir nicht direkt, sie hat allerdings trotzdem starke Auswirkungen auf uns. Bei zu intensiver oder zu langer Bestrahlung der Haut mit UV- Strahlen bekommen wir einen Sonnenbrand und die Haut wird nachhaltig geschädigt, was im schlimmsten Fall zu Hautkrebs führen kann.

Bei moderater Bestrahlung wird unsere Haut dagegen braun, was auf einen körpereigenen Schutzmechanismus zurückzuführen ist. Die Haut erkennt die UV- Bestrahlung und produziert das Pigment Melanin. Dieses ist in der Lage UV- Strahlen zu absorbieren und bildet eine Art Schutzschicht um die Hautzellen. Je mehr Melanin vorhanden ist, desto brauner wird die Haut. Folglich ist dunklere Haut auch unempfindlicher als helle Haut. Zumindest in Bezug auf Sonnenbrandgefahr.

Grundsätzlich gilt: Die Haut „merkt“ sich jeden Sonnenstrahl, den sie abbekommt. Man sollte also immer darauf achten sich ausreichend zu schützen und nicht zu lange in der Sonne zu bleiben. Ein gutes Mittel sind hier natürlich Sonnencremes. Dabei ist darauf zu achten, dass diese sowohl UV-A als auch UV-B Schutz bieten. Es gibt nämlich zwei verschiedene Arten der UV- Strahlung. Die gefährlichere ist die UV-B Strahlung. Diese ist sowohl für die Bildung des Melanins als auch für den Sonnenbrand mit all seinen langfristigen Folgen verantwortlich. UV-A Strahlung kann allerdings die Hautalterung vorantreiben und ist somit auch so gering wie möglich zu halten.

Wenn man sich das merken will gibt es eine kleine Eselsbrücke:

UV-A —> HautAlterung

UV-B —> SonnenBrand

Wenn du also das nächste Mal ein Sonnenbad nimmst oder bei perfektem Wetter auf der Skipiste unterwegs bist, weißt du das dein Körper dabei ist Melanin zu produzieren um die Haut zu schützen. Die Farbe des Melanins, also braun, ist hier reiner Zufall. Ein Glück also das Melanin nicht blau ist 😉

Warum schrumpelt unsere Haut im Wasser?

Bei dem sommerlichen Wetter kann man eine Abkühlung in einem Freibad oder einem See immer gut gebrauchen. Wenn man einmal im Wasser ist, möchte man am liebsten gar nicht mehr raus. Wenn man lange genug im Wasser bleibt kann man an seinen Händen und Füßen etwas merkwürdiges erkennen. Die Haut an Fingerspitzen und Zehen ist total „schrumpelig“ geworden. Warum ist das eigentlich so?

Zu der gängigen Erklärung gibt es mittlerweile auch weitere wissenschaftliche Untersuchungen zum eigentlichen Zweck der ganzen Sache.

Doch zuerst einmal zu der verbreiteten Erklärung warum unsere Haut bei längerem Kontakt mit Wasser schrumpelt.

An den Fingerspitzen und den Zehen bildet sich bei Menschen eine relativ dicke Schicht von so genannte Hornzellen. Diese Zellen sind abgestorbene Hautzellen, die die oberste Schicht der Haut bilden. Sie sind überall zu finden, jedoch gehäuft an stark strapazierten Hautstellen, wie Fingerspitzen oder eben auch Zehen. In diesen Zellen herrscht ein relativ hoher Salzgehalt. Wenn die Finger nun lange genug unter Wasser sind, nehmen die Hornzellen dieses auf. Doch warum tun sie das?

Die Natur versucht grundsätzlich immer Gleichgewichte zu schaffen. Wenn sich der Finger im Wasser befindet, bildet die Haut eine Grenzschicht. Außen ist viel Wasser, das aber nur wenige Salze enthält. Innen sind die Hornzellen, die einen hohen Salzgehalt aufweisen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten eine Gleichgewicht herzustellen. Entweder das Salz aus den Zellen gelangt nach außen, oder das Wasser gelangt in die Zellen. Da unsere Haut für Salze aber undurchlässig ist, tritt immer der zweite Fall ein.

Die Hornzellen saugen sich also mit Wasser voll, werden dadurch größer und die Haut dehnt sich aus. Da der Finger aber natürlich nicht mitwächst entsteht eine Wellenartige HautstrukturRunzelhaut.

Warum passiert das Ganze dann nicht sofort, sobald wir die Hand ins Wasser tauchen?

Hier kommt ein Schutzmechanismus der Haut ins Spiel. Die Fettschicht. Die Haut produziert überall eine dünne Fettschicht, die sie vor äußeren Einflüssen schützt. Wenn man die Hand nun lange genug im Wasser lässt, löst sich auch diese Fettschicht auf. Sobald das der Fall ist, fängt die Haut an das Wasser aufzunehmen und sie wird schrumpelig.

Wie bereits erwähnt, haben Wissenschaftler nun noch versucht einen höheren Sinn bzw. einen Nutzen dieses Phänomens zu finden. Mit Hilfe von Probanden haben sie herausgefunden, dass wir mit dieser runzeligen Haut besser in der Lage sind nasse Gegenstände mit den Händen zu greifen. Es könnte zusätzlich also auch noch sein, dass der Körper diese wellige Haut gezielt aufbaut, um im nassen Medium Sachen besser hantieren zu können. Hierfür gibt es allerdings noch keine konkreten Untersuchungen, die Forschungen werden aber weiter gehen.

Schweiß – Wie funktioniert die menschliche Klimaanlage?

An diesen heißen Tagen kommt man leicht ins Schwitzen, was in der ein oder anderen Situation auch mal unangenehm sein kann. Doch warum schwitzen wir überhaupt? Der Körper will sich abkühlen klar – aber was bringt da der Schweiß?

Der Kühlungseffekt erfolgt erst dann, wenn der Schweiß, der zum Großteil aus Wasser besteht, auf der Haut verdunstet. Also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Das passiert jeder Zeit wird aber bei höheren Temperaturen beschleunigt. Für diesen Übergang benötigt jeder Stoff, also auch Wasser bzw. Schweiß, Energie in Form von Wärme. Diese Wärme wird vom Schweiß aus der warmen Umgebung aber zum Teil auch aus der Haut entzogen, wodurch diese sich folglich abkühlt.

Der Schweiß, der ja mit nahezu Körpertemperatur aus der Haut austritt, kann den Körper also gar nicht herunter kühlen. Erst durch das Verdunsten wird der Haut Wärme entzogen, wodurch der gewünschte Kühleffekt eintritt.